
Du stehst zum ersten Mal an einer öffentlichen Ladesäule. Zwei Kabel, mehrere Anschlussnummern und jede Menge Informationen auf dem Display. Und jetzt?
Keine Sorge: Öffentliches Laden ist einfacher, als es auf den ersten Blick aussieht. Du musst nur wissen, worauf es ankommt – und in welcher Reihenfolge du vorgehst.
Mit EV.app kannst du passende Ladestationen finden, Preise vergleichen, Ladevorgänge starten und beenden sowie deine Rechnungen verwalten.
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du mit EV.app öffentlich lädst. Vom ersten Einrichten der App bis zum Moment, in dem du das Ladekabel wieder abziehst.
Am besten erledigst du die wichtigsten Einstellungen schon zu Hause. Dann kannst du dich an der Ladesäule ganz auf den Ladevorgang konzentrieren.
EV.app ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.
Für die Nutzung benötigst du ein Benutzerkonto. Du kannst dich mit deiner E-Mail-Adresse oder über dein Google-, Apple- oder Meta-Konto anmelden.
Bei der Anmeldung per E-Mail erhältst du einen Bestätigungscode. Ein zusätzliches Passwort ist nicht erforderlich.
Öffne dein Profil und gehe zu deinen persönlichen Daten. Dort findest du die Fahrzeugverwaltung.
Wähle die Marke, das Modell und die passende Fahrzeugvariante aus.
Warum ist das wichtig?
Selbst innerhalb derselben Modellreihe können sich Akkukapazität und maximale Ladeleistung deutlich unterscheiden.
EV.app berücksichtigt die technischen Daten deines Fahrzeugs, um kompatible Ladepunkte zu empfehlen und Ladezeiten sowie Kosten einzuschätzen.
Falls du mehrere Elektroautos nutzt, kannst du sie alle hinterlegen und vor dem Laden das passende Fahrzeug auswählen.
Hinterlege anschließend eine Zahlungsmethode. EV.app unterstützt Bankkarten, Apple Pay und Google Pay.
Ergänze außerdem deine Rechnungsdaten.
Du kannst unterschiedliche Rechnungsprofile für private und geschäftliche Ladevorgänge erstellen und passende Zahlungskarten zuordnen.
Gerade beim Firmenwagen lohnt sich ein kurzer Blick auf diese Einstellung. Das richtige Rechnungsprofil sollte bereits vor dem Start ausgewählt sein.
Öffne die Kartenansicht von EV.app.
Hier kannst du öffentliche Ladepunkte suchen und die für dich passenden Optionen vergleichen.
Wenn dein Fahrzeug bereits hinterlegt ist, berücksichtigt die App dessen Kompatibilität und filtert unter anderem belegte oder außer Betrieb befindliche Ladepunkte heraus. Über die Filter kannst du dir bei Bedarf auch alle Ladepunkte anzeigen lassen.
Nicht jeder Ladestopp muss möglichst schnell sein.
AC-Laden: Wechselstromladen eignet sich besonders dann, wenn dein Auto ohnehin länger steht. Beispielsweise während eines Einkaufs, eines Restaurantbesuchs oder eines längeren Termins.
DC-Schnellladen: Gleichstromladen ist praktisch, wenn du in kürzerer Zeit mehr Energie nachladen möchtest.
HPC-Laden: High Power Charging bezeichnet besonders leistungsstarkes DC-Laden. Das ist vor allem auf längeren Fahrten interessant, sofern dein Fahrzeug die entsprechende Ladeleistung nutzen kann.
Ein Beispiel: Du bist in der Stadt unterwegs und hast zwei Stunden Zeit. Dann kann eine AC-Ladestation völlig ausreichen.
Steht dagegen eine längere Autobahnfahrt an, ist ein Schnellladepunkt wahrscheinlich die sinnvollere Wahl.
Du möchtest nicht jeden Ladepunkt einzeln prüfen?
Die BEST.match Funktion von EV.app berücksichtigt unter anderem dein Fahrzeug, den aktuellen und gewünschten Akkustand sowie Verfügbarkeit und Ladegeschwindigkeit.
Außerdem zeigt sie geschätzte Ladezeiten und Kosten an.
So findest du leichter eine Ladestation, die zu deiner Situation passt – statt einfach nur die nächstgelegene oder leistungsstärkste auszuwählen.
Natürlich kannst du auch jeden anderen verfügbaren Ladepunkt direkt über die Karte auswählen.
Du hast einen passenden Standort gefunden? Dann öffne die Details der Ladestation.
Achte auf den aktuellen Status, die verfügbaren Anschlüsse und die angezeigte Ladeleistung.
Und natürlich auf den Preis.
Beim öffentlichen Laden gibt es unterschiedliche Preismodelle.
Häufig wird die geladene Energiemenge in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet. Bei manchen Anbietern kommen zeitabhängige Tarife zum Einsatz.
Zusätzlich kann eine Servicegebühr für die Nutzung von EV.app anfallen.
Einige Ladestationen erheben außerdem eine Blockiergebühr, wenn ein Fahrzeug den Ladeplatz länger als erlaubt belegt.
Die relevanten Preisbestandteile kannst du vor dem Start in EV.app einsehen.
Prüfe deshalb nicht nur den kWh-Preis, sondern die gesamten Tarifbedingungen.
An einem Ladepark stehen möglicherweise mehrere Säulen mit jeweils zwei oder mehr Anschlüssen.
Jeder Anschluss besitzt eine eigene Kennzeichnung – beispielsweise eine Nummer oder einen Buchstaben.
Diese Kennzeichnung ist beim Start besonders wichtig.
Vergleiche die Anschluss-ID an der Ladesäule mit der Auswahl in EV.app.
Der Anschluss wird in EV.app nicht automatisch vorausgewählt. Du musst die richtige Kennzeichnung selbst auswählen, bevor du den Ladevorgang starten kannst.
Parke dein Fahrzeug so, dass der Ladeanschluss gut erreichbar ist und das Kabel nicht unter Spannung steht.
Kontrolliere kurz, ob Kabel, Stecker und Ladesäule äußerlich unbeschädigt sind.
Jetzt kommt es darauf an, welche Ladeart du gewählt hast.
Bei vielen öffentlichen AC-Ladestationen findest du lediglich eine Steckdose an der Säule.
Hier benötigst du dein eigenes Typ-2-Ladekabel.
Das solltest du insbesondere bei längeren Fahrten dabeihaben, wenn du auch AC-Ladepunkte nutzen möchtest.
Bei DC-Schnellladestationen ist das Ladekabel normalerweise bereits an der Station befestigt.
Du benötigst also kein eigenes Schnellladekabel.
Bei den meisten aktuellen europäischen Elektroautos kommt dafür der CCS-Anschluss zum Einsatz.
Bevor du den Stecker anschließt, wirf aber noch einen Blick auf die Anweisungen in der App.
Eine der häufigsten Fragen beim ersten öffentlichen Laden lautet:
Erst das Kabel einstecken oder zuerst in der App starten?
Bei EV.app gilt grundsätzlich: Starte den Ladevorgang zuerst in der App und verbinde anschließend das Kabel mit dem Auto.
Allerdings gibt es Ladestationen, bei denen die Reihenfolge umgekehrt ist.
Wenn das der Fall ist, weist EV.app dich vor dem Start darauf hin.
Orientiere dich deshalb immer an den Anweisungen für den jeweiligen Ladepunkt.
Öffne die gewählte Ladestation in EV.app.
Kontrolliere noch einmal die Anschluss-ID und stelle sicher, dass dein Fahrzeug, die gewünschte Zahlungsmethode und das richtige Rechnungsprofil ausgewählt sind.
Folge anschließend den Schritten zum Starten des Ladevorgangs.
Vor dem Start wird eine vorübergehende Zahlungsreservierung vorgenommen.
Vielleicht zeigt dir die App einen Betrag an, der deutlich höher ist als die erwarteten Kosten deines Ladestopps.
Das hat einen einfachen Grund.
EV.app nimmt vor dem Laden eine Vorautorisierung beziehungsweise temporäre Betragsreservierung auf deiner Zahlungsmethode vor.
Damit wird sichergestellt, dass ausreichend Geld für den Ladevorgang verfügbar ist.
Die Berechnung orientiert sich an den theoretischen Kosten, um dein ausgewähltes Fahrzeug von 0 auf 100 Prozent aufzuladen.
Der Betrag wird vor dem Start angezeigt.
Wichtig: Die Reservierung ist noch keine endgültige Abbuchung.
Wenn du nur einen Teil deiner Batterie auflädst, bezahlst du am Ende lediglich die tatsächlich angefallenen Ladekosten.
Für den Start muss allerdings genügend verfügbares Guthaben beziehungsweise Kartenlimit für den gesamten Reservierungsbetrag vorhanden sein.
Übrigens: Diese Zahlungsreservierung ist nicht mit einer möglichen Blockiergebühr für zu langes Parken zu verwechseln.
Nachdem du den Ladevorgang gestartet und das Fahrzeug entsprechend den Anweisungen verbunden hast, sollte die Energieübertragung beginnen.
Warte am besten ungefähr eine Minute.
Kontrolliere in EV.app, an der Ladesäule oder auf dem Fahrzeugdisplay, ob der Ladevorgang tatsächlich läuft.
Ein gutes Zeichen ist, wenn die angezeigte geladene Energiemenge zunimmt.
Erst wenn du sicher bist, dass geladen wird, solltest du dich vom Fahrzeug entfernen.
In EV.app kannst du deinen aktiven Ladevorgang und die verfügbaren Ladedaten verfolgen.
Du kannst die Ladepause also für etwas anderes nutzen: einen Kaffee, einen Einkauf oder eine kurze Erholung.
Beachte dabei, dass die Ladeleistung schwanken kann.
Eine 150-kW-Ladesäule bedeutet beispielsweise nicht automatisch, dass dein Fahrzeug jederzeit mit 150 kW lädt.
Entscheidend sind unter anderem die maximale Ladeleistung des Autos, die Akkutemperatur und der aktuelle Ladestand.
Und noch etwas: Wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, sollte der Ladeplatz zeitnah freigegeben werden.
Du hast genug Energie nachgeladen und möchtest weiterfahren?
Öffne den aktiven Ladevorgang in EV.app und wähle die Funktion zum Beenden.
Warte, bis das Laden beendet ist und die Steckerverriegelung freigegeben wurde.
Bei manchen Elektroautos musst du den Ladeanschluss zusätzlich über das Fahrzeug entriegeln.
Versuche niemals, einen verriegelten Stecker mit Gewalt herauszuziehen.
Wenn du an einer AC-Ladestation dein eigenes Kabel verwendet hast, trenne es und verstaue es wieder im Fahrzeug.
An einer DC-Ladestation hängst du das Kabel zurück in die vorgesehene Halterung.
Manche Fahrzeuge beenden den Ladevorgang automatisch, sobald der eingestellte Zielladestand erreicht ist. Prüfe auch in diesem Fall, dass die Session abgeschlossen wurde, bevor du das Kabel entfernst.
Danach heißt es: Ladeplatz freimachen und weiterfahren.
Nach dem Ende des Ladevorgangs erfolgt die Abrechnung über die zuvor ausgewählte Zahlungsmethode.
EV.app berücksichtigt dabei die tatsächlich geladenen Energiemengen beziehungsweise die geltenden Tarifbestandteile.
Der nicht benötigte Teil der vorherigen Zahlungsreservierung wird wieder freigegeben.
Je nach Bank kann es etwas dauern, bis du über den freigegebenen Betrag erneut verfügen kannst.
Manchmal übermittelt der Ladestationsbetreiber die endgültigen Abrechnungsdaten erst einige Minuten nach dem Ende des Ladevorgangs. Dann erscheint die vollständige Abrechnung entsprechend später.
Deine Rechnung wird automatisch per E-Mail verschickt.
Zusätzlich findest du sie in EV.app bei deinen persönlichen Daten unter Ladehistorie beziehungsweise vergangenen Ladevorgängen.
Dort kannst du auch frühere Ladesessions einsehen und die zugehörigen Rechnungen aufrufen.
Wenn du private und geschäftliche Rechnungsprofile verwendest, kannst du die entsprechenden Unterlagen getrennt verwalten.
Auch mit einer gut vorbereiteten App kann es vorkommen, dass ein Ladevorgang nicht startet.
Meist lohnt sich zunächst ein kurzer Check.
Prüfe, ob du wirklich den Anschluss ausgewählt hast, der an der Ladesäule gekennzeichnet ist.
Falls du versehentlich den falschen Anschluss gestartet hast, kannst du nach 90 Sekunden den fehlerhaften Vorgang beenden und es mit dem richtigen Anschluss erneut versuchen.
Kontrolliere, ob die App verlangt, das Kabel vor oder nach dem Start anzuschließen.
Die Reihenfolge kann je nach Ladestation unterschiedlich sein.
Überprüfe, ob auf deiner ausgewählten Karte ausreichend verfügbare Mittel für die vollständige Vorautorisierung vorhanden sind.
Auch das gewählte Rechnungsprofil und das hinterlegte Fahrzeug solltest du kontrollieren.
Wenn die Ladesäule selbst nicht funktioniert, wende dich zunächst an den Betreiber. Die Kontaktdaten findest du normalerweise direkt an der Station.
Bei Schwierigkeiten mit EV.app kannst du über den Supportbereich deines Profils eine Fehlermeldung senden.
Alternativ erreichst du das EV.app Care Team per E-Mail unter help@evapp.me.
Beim ersten öffentlichen Laden gibt es einige Dinge zu beachten. Die richtige Ladesäule finden, Anschluss auswählen, den Start bestätigen und anschließend die Ladung beenden.
Aber schon nach wenigen Ladevorgängen wird daraus Routine.
Du weißt, worauf du achten musst, kannst Ladepreise besser einschätzen und findest schneller die passende Station.
Und genau darum geht es: Laden soll zu deinem Alltag passen – nicht umgekehrt.
Charging made simple.


